Über Meilen hinweg: Schutz der Energieader
Die Infrarot-Wärmebildtechnik bietet berührungslose Inspektionsmöglichkeiten über große Entfernungen und ermöglicht schnelle Online-Inspektionen ohne Stromunterbrechung. Sie ermöglicht die präzise Lokalisierung von Temperaturabweichungen und die effektive Erkennung potenzieller Risiken und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum sicheren und stabilen Betrieb von Übertragungsleitungen.
Prüfung von Übertragungsleitungen
Übertragungsleitungen zeichnen sich durch zahlreiche verteilte Punkte, lange Spannweiten und eine große Reichweite aus. Masten und Leitungen sind über längere Zeiträume den Witterungseinflüssen im Freien ausgesetzt und werden durch Faktoren wie Blitzeinschläge, Verschmutzung, mechanische Belastung und Lastschwankungen beeinträchtigt. Infolgedessen sind Komponenten wie Leiterverbindungen, Klemmhülsen und Überbrückungsklemmen anfällig für Defekte durch Überhitzung. Herkömmliche manuelle Inspektionen durch Besteigen der Masten sind ineffizient, mit hohen Sicherheitsrisiken verbunden und erschweren eine schnelle und lückenlose Abdeckung der gesamten Leitung.
- Der Inspektionsumfang ist groß, und das manuelle Besteigen der Masten ist zeitaufwendig und arbeitsintensiv.
- Mit herkömmlichen Inspektionsmethoden lassen sich versteckte Mängel wie mangelhafte innere Druckverbindungen und gebrochene Litzen nur schwer erkennen.
- In komplexem Gelände wie Bergregionen und an Flussüberquerungen stellt die Inspektion eine große Herausforderung dar.
Temperaturüberwachung von Isolatoren
Isolatoren sind entscheidende Komponenten in Übertragungsleitungen, die für elektrische Isolierung und mechanische Abstützung sorgen. Da sie über lange Zeiträume hinweg rauen Bedingungen wie Hochspannung, intensiver UV-Strahlung, Verschmutzung und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, kann es bei Isolatoren zu einer Verschlechterung der Isolationsleistung kommen – verursacht durch das Eindringen von Feuchtigkeit, Alterung, Isolatoren mit Nullwert oder eine ungleichmäßige Verteilung der Verschmutzung. Dies kann zu lokaler Erwärmung oder einem ungewöhnlichen Temperaturanstieg führen und in schweren Fällen schwerwiegende Unfälle wie Verschmutzungsüberschläge oder den Ausfall ganzer Isolatorreihen zur Folge haben.
- Aufgrund der großen Anzahl an Isolatoren ist die Einzelprüfung zeitaufwendig und arbeitsintensiv.
- Defekte an Isolatoren im Frühstadium weisen nur geringfügige Temperaturunterschiede auf, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.
- Herkömmliche Inspektionen durch Besteigen des Mastes oder bei abgeschalteter Stromversorgung sind ineffizient und mit hohen Sicherheitsrisiken verbunden.
Temperaturüberwachung an Übertragungsleitungsarmaturen
Leitungsarmaturen sind Schlüsselkomponenten, die Leiter, Isolatoren und Masten miteinander verbinden, darunter Klemmen, Abstandshalter, Schwingungsdämpfer und Zugklemmen. Da sie über lange Zeiträume starken windbedingten Schwingungen, hohen Strombelastungen und korrosiven Umgebungen ausgesetzt sind, neigen die Befestigungselemente zu Lockerung, Verschleiß, Korrosion oder schlechtem elektrischen Kontakt, was zu einem erhöhten lokalen Widerstand und einem abnormalen Temperaturanstieg führt. Werden diese Probleme nicht umgehend behoben, können sie zu schweren Unfällen wie Leiterbrüchen oder Leitungsausfällen führen.
- Die Armaturen an Übertragungsleitungen sind vielfältig und kommen in großer Stückzahl vor, was eine manuelle Einzelprüfung ineffizient macht.
- Bei herkömmlichen Prüfverfahren kommt es häufig zu übersehenen Mängeln.
- Armaturen in großer Höhe lassen sich nur schwer aus nächster Nähe prüfen, was zu hohen Sicherheitsrisiken führt.